Laetare (lateinisch "Freut Euch!)

 

Der Sonntag Lätare (auch "kleines Ostern") ist benannt nach Jesaja 66,10 „Freut euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt alle, die ihr sie lieb habt“.

 

Lätare liegt in der Mitte der vorösterlichen Fastenzeit und hat einen fröhlichen und tröstlichen Charakter mitten in der Besinnung und des Leidens. Dies wird in der Tradition durch eine abweichende liturgische Farbe der Paramente ausgedrückt: Das Violett der Fastenzeit kann an diesem Tage zu Rosa aufgehellt werden, das österliche Weiß strahlt dann gewissermaßen schon hindurch.

 

In unserer Kirche wird ein Strauß aufgestellt, an dem Bänder in den Farben Weiß, Rosa und Violett sowie die eigens für Großhabersdorf kreierte "Lätare-Brezel" hängt.



Bräuche

  • Lätare-Brezel
    Dieses Gebäck geht auf altes – auch in Mittelfranken beheimatetes – Brauchtum zurück, das im Zusammenhang mit dem kalendarischen Frühling steht.

    Der Winter wird ausgetrieben, der Sommer wird „geholt“. Das mittelfränkische Brauchtum erzählt z. B. vom „Tod austragen“, bei dem eine Strohpuppe, die den Winter darstellt, aus dem Dorf getrieben und verbrannt wird.

  • Lätare-Strauß
    In vielen Kirchen finden sich an diesem Sonntag ein mit Brezeln behängter „Lätare-Strauß“.

    In unserer Kirche wird an diesem Sonntag ein Strauß aufgestellt, an dem Bänder in den Farben Weiß, Rosa und Violett sowie die eigens für Großhabersdorf kreierte "Lätare-Brezel" hängen.

  • Mittfasten
    Drei Wochen vor Ostern ist die Mitte der vorösterlichen Fastenzeit erreicht, das so genannte „Mittfasten“. Der biblische Aufruf zur Freude wurde wörtlich genommen und als willkommene Unterbrechung der strengen Fastenzeit angesehen.
     
  • Passionsandachten
    Evangelische Kirchengemeinden bieten in dieser Zeit Passionsandachten an. Meist finden sie am Abend statt. Es werden Passionslieder gesunden und über biblische Texte zum Leidensweg Jesu gepredigt.

     
  • Gregoriwünsche
    Die Vorfreude auf das bevorstehende Osterfest und den Frühling als Zeichen des Wachsens und Gedeihens griffen vor allem Kinder auf. Der ursprüngliche Tag der Einschulung lag in früherer Zeit vor Ostern, am so genannten Gregori-Tag (12. März), benannt nach Papst Gregor dem Großen.

    An diesem Tag zogen die Kinder nach dem Gottesdienst mit den mit bunten Bändern geschmückten Zweigen aus der Kirche durch Straßen und Gassen von Haus zu Haus. Sie brachten mit diesen so genannten „Gregoriwünschen“ Gottes Segen in die Häuser und erheischten mit Versen und Sprüchen kleine Geschenke.

Kirchengemeinde Großhabersdorf  |  pfarramt.grosshabersdorf@elkb.de