Passionszeit (lateinisch "passio" = Leiden)

Jesus Christus leidet und stirb für uns am Kreuz

 

Die Fasten- oder Passionszeit beginnt mit dem Aschermittwoch und ist eine stille und besinnliche Zeit.

 

Diese sieben Wochen oder 40 Tage vor Ostern sind die zweite lange Fastenzeit des Kirchenjahres und sollen uns dazu helfen, auf die "Kreuzwege" unseres eigenen Lebens zu achten (z.B. Selbstzweifel, kleine Lügen, Missstimmung in der Familie, enttäuschte Hoffnungen, Misserfolg usw.).

 

Der Gründonnerstag erinnert an die Einsetzung des Abendmahls. Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt.

 

1. Sonntag

Psalm 91,15: Inocavit (Er hat mich gerufen, darum will ich ihn erhören)

 

2. Sonntag

Psalm 25,6: Reminiscere (Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit)

 

3. Sonntag

Psalm 25,15: Okuli (Meine Augen sehen stets auf den Herrn)

 

4. Sonntag

ist der Leitvers dem Buch des Propheten Jesaja Kapitel 66,10 entnommen: Lätare (Freue dich mit Jerusalem)

Weitere Informationen zu Lätare finden Sie hier.

 

5. Sonntag

Psalm 43,1: Judika (Schaffe mir Recht, Gott)

 

6. Sonntag:

Palmarum. Er ist dem Evangelium dieses Sonntages, Johannes 12,13 entnommen. Dort wird erzählt, dass die Menschen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem mit Palmzweigen empfingen.


Bräuche

  • Aschermittwoch
    Er hat seinen Namen von dem Aschekreuz. Dies wird seit dem Mittelalter den Büßern katholischen Glaubens auf die Stirn gezeichnet. Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit und ist Mahnung zum Umkehr.

  • Fasten
    Freiwillig auf bestimmte Dinge zu verzichten (z.B. auf Alkohol, Süßigkeiten, Fernsehen ...) bedeutet, sich von Gewohnheiten und Zwängen der Überflussgesellschaft zu befreien und wieder für Gott und den Mangel und die Nöte anderer offen zu werden.

     
  • Passionsandachten
    Evangelische Kirchengemeinden bieten in dieser Zeit Passionsandachten an. Meist finden sie am Abend statt. Es werden Passionslieder gesunden und über biblische Texte zum Leidensweg Jesu gepredigt.

     
  • Aktion "Fastenopfer"
    Das Fastenopfer ist eine Iniative der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und unterstützt Projekte in den kleinen Kirchen Osteuropas.

 

 

Herr, bewahre uns vor dem naiven Glauben,

es müsse im Leben alles glatt gehen.

Schenke uns die nüchterne Erkenntnis,

dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge

und Ängste oft eine selbstverständliche Zugabe

zum Leben sind, wodurch wir wachsen und reifen.

 

Antoine de Saint-Exupéry

 

Kirchengemeinde Großhabersdorf  |  pfarramt.grosshabersdorf@elkb.de